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Gleiche oder gleichwertige Arbeit (Entgelttransparenz-Richtlinie)

  • 26. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. März

Die Entgelttransparenz-Richtlinlie hat das Ziel "Gleiches (bzw. vergleichbares) Entgelt für gleiche oder gleichwertige Arbeit". Aber was genau ist unter gleichwertiger Arbeit zu verstehen?


Dass zwei Personen (unabhängig von ihrem Geschlecht) bei Ausführung derselben Tätigkeit nicht unterschiedlich entlohnt werden dürfen, liegt auf der Hand. Und weil die Frage meistens gleich im Anschluss an diese Aussage kam - Seniorität ist ein objektives Kriterium, dass ein höheres Entgelt erlaubt, sofern mit der Seniorität auch andere Tätigkeiten einhergehen.


Schwieriger wird der Entgeltvergleich für gleichwertige Arbeit. Damit eine gleichwertigkeit von Arbeit festgestellt werden kann, müssen zuerst alle Positionen im Unternehmen anhand objektiver, geschlechtsneutraler und nicht diskriminierender Kriterien bewertet werden. Wichtig dabei ist, die Position wird bewertet - NICHT die Person, die diese Position derzeit ausübt. Eine neutrale Bewertung von Positionen im Unternehmen kann auch dazu führen, falsche Besetzungen und stille Potentiale aufzuzeigen.


Eine falsche Besetzung auf der Position heißt aber noch lange nicht, dass die Person auch falsch im Unternehmen ist. Möglicherweise sind ihre Fähigkeiten nur falsch eingesetzt.


Kriterien zur Bewertung der Positionen sind laut Entgelttransparenz-Richtlinie:

  • Kompetenzen (Fachlich als auch Sozial)

  • Belastung (Physisch und Psychisch)

  • Verantwortung (Führung oder Prozessverantwortung)

  • Arbeitsbedingungen (Arbeitszeiten, Lärm,..)


Nach der Bewertung der Positionen können jene Tätigkeiten zusammengefasst werden, die als gleichwertig (aufgrund der Bewertung) eingestuft werden. Dadruch ergeben sich die Arbeitnehmer:innengruppen - also die Abgrenzung der gleichwertigen Arbeit. Innerhalb dieser Gruppen muss das individuelle Entgelt dann einem Vergleich standhalten.


Da das Auskunftsrecht über das durchschnittliche Entgelt der Arbeitnehmer:innengruppen allen Mitarbeiter:innen (unabhängig von der Unternehmensgröße) zukommt, ist die Bewertung von Positionen anhand der Kriterien auch für KMU entscheidend.


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